Deutsch



Die Geschichte der Nudel (Pasta)


Das älteste Nudelrezept stammt nicht aus Italien, sondern aus China. Es ist eine vor über 4000 Jahren auf Pergament geschriebene kulinarische Anleitung, wie Hühnerfleisch zusammen mit Nudeln aus Weizenmehl, Eiern und Wasser zubereitet wird.


Dass Pasta im Mittelmehrraum bereits in der Antike bekannt und beliebt war, belegen zwei etruskische Grabreliefs aus dem 4. Jahrhundert v. Chr., die Mehlbeutel, Nudelholz und andere Utensilien zur  Pastaherstellung zeigen.


Kenner der Pastageschichte gehen davon aus, dass mit Beginn des Getreideanbaus Nudeln zeitgleich an unterschiedlichen Orten erfunden wurden und die "Ur-Nudel" rein zufällig aus gemahlenen, mit Wasser zu einem Teig vermengten Körnern entstanden ist.


Auch in einem der ersten Kochbücher, das der Römer Apicius 25 v. Chr. verfasste, finden sich einige Rezepte, unter anderem für die Herstellung einer Lasagne in Brühe.


Die Vorliebe für Nudelgerichte verbreitete sich im Laufe der Zeit im ganzen römischen Reich, natürlich mit regionalen Abwandlungen. Eine der bemerkenswertesten sind sicherlich die schwäbischen Spätzle. Der Name leitet sich davon her, dass der Nudelteig auf ein Holzbrett gestrichen und mit einem Messer direkt in das kochende Wasser geschabt wird. Das italienische Wort für "in Stücke schneiden" aber ist "spezzare".


In Italien freilich blieb "Pasta" zunächst den Gourmets der feinen Gesellschaft vorbehalten.
Erst Mitte des 18. Jahrhunderts gab die neapolitanische Straßenküche dem Volk, was des Volkes war.


Die industrielle Produktion entwickelte sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Sie leitete den Siegeszug der Nudel rund um die Welt ein.



Nudelhaus-Trossingen